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TEAM-SKITOURENRENNEN

6. JANUAR 2018
ROSSFELD/BERCHTESGADEN

Wer im Sommer einen Termin für den Winter ansetzt, weiß nie, was ihn erwartet. Entsprechend spannend gestaltete sich im Vorfeld unseres Team-Skitourenrennens „Soul of the Mountains“ die Frage: Wie wird das Wetter am 6. Januar? Und wie sieht’s mit der Schneelage aus?

Als wir zwei Tage vor der Veranstaltung mit dem Aufbau am Roßfeld beginnen, wissen wir’s: Oben schneit’s, unten regnet’s. Aber morgen wird’s besser. Und für den Renntag sieht der Wetterbericht ganz gut aus.

Trotzdem heißt es vorerst: Schneeketten auspacken und auflegen. Dass das bei einem Sattelschlepper auch mal eine Stunde in Anspruch nehmen kann, war uns vorher nicht bewusst. Jetzt wissen wir’s 😉

6. Januar. Heilig-Drei-König. Raceday. Die Bäume im Startbereich stehen. Die Gebetsfahnen wehen im Wind. Und während das Gelände rund um die Volksschule in Oberau noch im Schatten liegt, grüßen Watzmann, Hochkalter und Reiteralm bereits sonnenbeschienen zu uns herüber.

63 Teams mit 322 Teilnehmern finden sich im Startbereich ein. Es wird viel gelacht. Einige wärmen sich auf, andere legen Klettergurte an, Erinnerungsfotos werden geschossen. Jung und Alt stehen gemeinsam am Start, im Rennanzug, der Freeridehose oder der Lederhose. Und eines ist deutlich spürbar: Alle freuen sich, dass sie dabei sind – beim ersten „Soul of the Mountains“ Team-Skitourenrennen.

3 – 2 – 1 – Auuuf gääääds! Da der erste Streckenabschnitt recht eisig ist, wird neutralisiert gestartet. Und es zeigt sich gleich beim Start: Wer auf die Uhr schauen will, schaut auf die Uhr. Wer einfach nur zum Spaß an der Freud dabei ist, geht’s ganz entspannt an. Genauso hatten wir es uns vorgestellt.

Wichtiger Teil des Reglements: Ziehen, Schieben, Schleppen ist erlaubt. Interessant zu sehen, welche Variationen sich die Teams dafür haben einfallen lassen.

Mittelstation – die Hälfte ist geschafft. Darauf ein Zirbenschnapserl. Oder einen Keks, einen Riegel, Gummibärchen, Studentenfutter, Mannerschnitten, Tee, Iso-Getränk …

Und weiter geht’s.

Glei is g’schafft!

Jetz is g’schafft! Nach dem Motto „Vier gewinnt“ müssen mindestens vier Teilnehmer eines Teams gemeinsam über die Ziellinie gehen – mit mindestens einer Frau. Anschließend darf der Team-Kapitän die kleine Schindel für sein Team an der „Wall of Fame“ anbringen. Da es keine Zeitnahme gibt, wird so die Reihenfolge der einlaufenden Teams dokumentiert.

Fleischi und Boris halten die Stimmung mit ihren Moderationen hoch. DJ Alex legt den passenden Sound auf. Und Pizza-Weltmeister Franco sorgt mit seinem Team dafür, dass sich nach dem Rennen alle mit Pizzen aus dem Holzofen stärken können.

Blauer Himmel, Sonnenschein, eine Bilderbuch-Bergkulisse und lauter strahlende Gesichter. Schöner geht’s eigentlich nicht. Nachdem das Team „Berghisle Oberstdorf“ als erstes über die Ziellinie gegangen ist, warten alle Teilnehmer im Zielbereich auf das letzte Team. Es wird genauso begeistert in Empfang genommen wie die Sieger. Wobei – eigentlich hat das Team „Matlak“ sogar noch mehr Applaus bekommen … es war halt einfach schon mehr Publikum da 😉

Dass sich der Zeltaufbau im Schneegestöber absolut gelohnt hat, sehen wir spätestens als sich die ersten Teams drinnen gemütlich einrichten. Und ja: Ein Skitourenrennen macht hungrig, aber vor allem auch durstig. Das merken wir spätestens, als uns das Bier ausgeht. Aber kein Problem – für Nachschub ist schnell gesorgt.

Camilla Roth, die junge Berchtesgadener Holzbildhauerin, die den Wanderpokal für uns gestaltet hat, lässt in einer halbwegs ruhigen Ecke die Späne fliegen. Direkt nach dem Rennen schnitzt sie den Namen des Sieger-Teams ein, das sich kurz darauf offiziell feiern lassen darf. Der Pokal wandert für ein Jahr ins Allgäu. Und dann? Wir sind gespannt. Und halten Euch auf dem Laufenden.

Alle Bilder gibt´ s hier zu sehen.

Vielen Dank an alle Teilnehmer und Zuschauer.

Wir freuen uns aufs nächste Mal!